Dummyarbeit

… kommt ebenfalls aus Großbritannien und ist etwa Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden. Als Wildersatz wurden Leinensäckchen mit Sand gefüllt. Wörtlich übersetzt heißt Dummy nichts anderes als Attrappe. Mit dieser Attrappe bzw. Wildersatz wurden junge, unerfahrene Jagdhunde ausgebildet ohne unnötig Wild dafür einsetzen zu müssen. Außerdem konnte mit diesem Ersatz bereits ausgebildete Hunde außerhalb der Jagdsaison trainiert werden.

 

Mittlerweile ist die Dummyarbeit nicht nur in der Jägerkreisen ein Begriff. Viele Hundehalter, vor allem jene von Jagdhunderassen, haben diese Arbeit für sich entdeckt und betreiben Dummyarbeit als Alternative zu anderen Hundesportarten. Dadurch hat sich Dummytraining inzwischen weit verbreitet, so dass auch schon Wettbewerbe sog. Workingstest ausgetragen werden. Die Aufgaben sind dabei stark an jagdlichen Situationen angelehnt und sollen diese simulieren.

 

Letztendlich ist die Dummyarbeit in drei verschiedene Grundapporte eingeteilt. Die Markierung, das Einweisen und die Suche. Ein gutes Buch dazu sind "die 3 Apporte". Innerhalb dieser drei Grundapporte gibt es verschieden Varianten. Dadurch hat man ein großes Aufgabenfeld mit vielen Kombinationsmöglichkeiten.

 

Wer die Dummyarbeit kennt, denkt dabei in erster Linie an Retriever. Diese Hunde (Retriever = to retrieve = zurückbringen) sind wahre Meister im Apportieren und der Arbeit nach dem Schuß. Da liegt es sehr nah, dass diese Arbeit schon ziemlich lange unter den Retriever Leuten praktiziert wird.

Wir betreiben die Dummyarbeit im Jagdspaniel-Klub e.V. nach den Richtlinien, der sog. Test- bzw. Prüfungsordnung, für Spaniels. In der Spaniel-Szene ist Dummyarbeit nach eigenen Richtlinien noch sehr jung und befindet sich noch im Aufbau. Man arbeitet daran seit ca. 2 Jahren. Aber im letzten Jahr wurde, dank einiger sehr engagierter Leute, sehr viel dafür erreicht, so dass im August der erste Leistungstest für Spaniels von der LG-Westfalen abgehalten wurde.

 

Ich mache Dummyarbeit als Ausgleich zum Obedience. Es bietet eine tolle Möglichkeit meine Hunde artgerecht, ihren Anlagen entsprechend, zu beschäftigen und wenn ich meinen Hunden oder auch anderen Spaniels zusehe, wie sie Markierungen arbeiten, beim „hektische“ Treiben in der Freiverlorensuche oder beim Buschieren zuschaue, geht einem einfach nur das Herz auf. Denn unsere Hunde haben riesig Spaß an dieser Arbeit und wissen genau was sie da tun. Das liegt in ihren Genen, denn dafür wurden sie gezüchtet!

 

Für den ersten Eindruck jedoch hier ein paar Trainingsvideo aus Januar von dem "hübschen" Coopiduh und von Paul ein paar Trainingsfotos...

Paul bei der Dummyarbeit

Diese Bilder stammen alle aus der Kamera von Sigird Müller...

Ich freue mich schon auf unser nächstes Fotoshooting!!!